Die Web-App

Die-Web-App

Ist App gleich App? Eben nicht!
Doch ist das selbst manch mobilen “Heavy Usern” nicht bewusst. Wir wollen Licht ins Dunkle bringen und Euch die 3 Allstars native App, Web-App und hybride App vorstellen. Was zeichnet diese aus, wo liegen die Stärken, wo die Schwächen? All das haben wir für euch in unserem Dreiteiler erörtert und zusammengetragen.
Weiter geht es mit der flexiblen Web-App.

Wie der Name der Web-App schon verrät, handelt es sich bei diesem Typ um eine App im Web. Genauer gesagt um eine Website, die mithilfe von verschiedenen Web-Technologien wie HTML5, CSS3 und speziellen Frameworks (jQuery Mobile, Sencha Touch…) für mobile Endgeräte optimiert wird. In ihrem Design und in ihrer Funktionalität ähnelt die Web-App einer nativen App, weist jedoch bei genauerer Untersuchung einige Unterschiede auf (vgl. Franke / Ippen 2013: 30).

Die Web-App ist plattform- und geräteunabhängig – also diesbezüglich das komplette Pendant zu einer nativen App. Wurde die Web-App mithilfe der entsprechenden Web-Technologien programmiert (also eine App für alle), kann sofort in den Publikationsprozess übergegangen werden, der wie folgt aussieht: Die Web-App wird auf einen Webspace Eurer Wahl hochgeladen – und ja, das war’s schon. Da jedes mobile Endgerät über einen Browser verfügt und die Möglichkeit bietet, das Internet zu nutzen, gibt es auf den Zugriff der Web-App keinerlei Einschränkungen.

Abstriche müssen in der Funktionalität der Web-App gemacht werden. Da Web-Technologien nicht über den vollen Funktionsumfang von nativen Programmiersprachen verfügen, ist der Zugriff auf Hardware, sagen wir mal, unkomfortabel. Mit verschiedenen Workarounds ist es möglich auf die Hardware zuzugreifen, wird aber oft von den verschiedenen Plattformen, wie z.B. iOS, unterbunden, indem sie den Zugriff verweigern.

Stattdessen lassen sich alle Arten von multimedialen Inhalten wiedergeben und auf ihr Maximum ausreizen. Ist jedoch der Zugriff auf die Hardware des Endgerätes nötig, so können die multimedialen Inhalte diese leider nicht kompensieren.

Auch im User Interface müssen kleinere Abstriche gemacht werden. Da iOS, Android und Co. keine Frameworks anbieten (was natürlich irgendwie auch verständlich ist, wer würde sonst noch die kostenpflichtigen Entwicklerlizenzen kaufen), müssen auf Alternativen zurückgegriffen werden. Diese gibt es zum Glück en masse. Da die Entwickler der Frameworks natürlich auch auf die Guidelines der verschiedenen Plattformen schielen, sind die Themes dementsprechend up to date und fügen sich in das Bild der nativen Apps. Web-Apps werden dadurch jedoch nie 100% wie native Apps aussehen.

Vorteile

  • Bestehendes Know-how zu Web-Technologien kann genutzt werden
  • Günstige Entwicklung
  • Schnelle und häufige Updates einfach möglich
  • Plattform- und geräteunabhängig

Nachteile

  • Läuft immer in der Browser-Umgebung
  • Eingeschränkter Offline-Betrieb
  • Oft weniger komfortabel als native App
  • Kein Zugriff auf Gerätehardware

Wie im Beitrag zuvor soll auch diese Abbildung noch einmal den Entwicklungsprozess darstellen. Die Abbildung soll veranschaulichen, dass die Entwicklung einer Web-App eine komplett geräte- sowie plattformunabhängige Lösung ist. Für die Web-App wird ausschließlich eine App mit gängigen Web-Technologien entwickelt. Anschließend wird sie auf einen Webserver hochgeladen. Eine Freigabe durch Dritte gibt es somit nicht. Nach dem Upload können alle mobilen Endgeräte mit Internetzugang auf die Web-App zugreifen.

web_app

 

Quelle: Frank / Ippen 2013 | Bergmann 2013

2 comments

  1. Hallo, ich würde die Abbilung in dem Artikel gerne in einer wissenschaftlichen Arbeit verwenden und wollte fragen, ob sie dazu eine genauere Quellenangabe haben. Herzliche Grüße Stefanie Schwarz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.